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Treffen der Hunde
Wenn Sie (ohne Hund) einem anderen Menschen begegnen – wie verhalten Sie sich dann? Wenn Sie den anderen nicht kennen, werden Sie vermutlich ohne langen Blickkontakt vorbeigehen. Wenn Sie sich kennen, bleiben Sie vielleicht stehen, um sich zu unterhalten. Beobachten sie mal, wie lange (wenn überhaupt) sich dabei beide Menschen frontal zugewandt sind bzw. wie schnell Sie sich eher seitlich zueinander ausrichten oder nebeneinander weitergehen. Die meisten Menschen sitzen auch im Restaurant lieber über Eck als gegenüber. Frontale Annäherung verunsichert schnell oder wirkt sogar aggressiv – das ist auch bei Hunden so.

Trotzdem aber lassen Hundehalter es sehr häufig zu, dass Hunde frontal aufeinander zu gehen oder sogar stürmen, lassen sich mit Japsen und Bellen zum anderen Hund hinziehen – und wenn der Hund sich gar aggressiv zeigt, bleiben die meisten stehen, zerren am Hund, gehen aber nicht weiter. Ob die Hunde dabei aggressiv oder freundlich sind, ist nebensächlich. Der wichtige Punkt ist, dass der Mensch bei einer solchen Begegnung die Initiative komplett abgegeben hat. Schlägt eine „der will nur schnuppern“ Situation dann in eine „das macht er sonst nie!“ Situation um, kann der Mensch nur noch reagieren und die ganze Sache mehr schlecht als recht wieder richten.

Drehen sie den Spieß also um. Wenn es zur Kontaktaufnahme kommt, dann ausschließlich auf Ihre Initiative hin und ohne Aggressionspotential. Dafür ist die Voraussetzung, dass Sie mit Ihrem Hund locker und stressfrei an anderen Hunden vorbeigehen können. Es ist nicht nötig, jeden fremden Hund zu begrüßen, machen Sie das zur Selbstverständlichkeit. Zeigen Sie durch Körperhaltung und entschlossenes Weitergehen deutlich, dass hier weder fröhliche Neugier noch Stänkern gefragt sind – schon lange bevor sich ein harmloses Verhalten zum Problem auswächst. Wenn das klappt, können Sie Begegnungen auch wieder zulassen. Stellen Sie den Kontakt zunächst her, indem sie einfach gemeinsam mit dem anderen Hund und Hundebesitzer ein Stück gehen, locker nebeneinander, anfangs ohne die Hunde aneinander zu lassen. So können sich die Hunde entspannt kennen lernen – ohne Aggressionspotential.

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