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Grundlagen Longieren & Detachieren

„Technische Voraussetzungen“ für ein effektives Longiertraining:

  • ebenes Grundstück
  • Kreis aus Pylonen oder Seil oder Absperrband (dieses muss an Pfosten/Heringen befestigt sein, ohne dass ein Verletzungsrisiko entsteht
  • Kreis sollte bei kleinen Hunden mindestens einen Durchmesser von 10 Meter haben, bei mittleren und großen Hunden mindestens 15 Meter!

Wie funktioniert longieren?

  • Der Hund wird zu Beginn an möglichst lockerer Führleine kontinuierlich um den Kreis geführt. Der Mensch befindet sich im Kreis inneren, der Hund außen.
  • Der Hund wird nicht angesprochen, er bekommt keinen „Fuß“- Befehl
  • wenn der Hund ordentlich läuft wird er mit einem „Lauf“ oder „Go“ motiviert
  • jeder Versuch des Hundes in das Kreisinnere zu kommen, wird körpersprachlich unterbunden (Hund wird blockiert)
  • Sobald der Hund Blickkontakt aufbaut, bekommt er die Bestätigung (Leckerlie, Spielzeug, usw.)
  • Die Bestätigung muss auf der Außenbahn möglichst fließend erfolgen (Zweibeiner gibt das Leckerlie nicht, sondern hält die Hand mit dem Leckerlie weit nach vorne, damit der Hund es sich holen muss)


„Locken“ hemmt das soziale Lernverhalten

  • Ein wichtiger Bestandteil des Lernen ist die Eigendynamik des Hundes zu fördern
  • Der Zweibeiner agiert nicht, sondern er reagiert auf das Verhalten seines Hundes
  • Agiert der Mensch und der Hund reagiert, wird bald der innere Antrieb fehlen


„Verlorenes Futter ist verbotenes Futter“

  • Fällt Futter beim Bestätigen auf den Boden ist dieses Tabu, lässt man den Hund das Futter aufnehmen, wird es im weiteren Verlauf schwierig, den Hund vom Schnüffeln abzuhalten


Longieren in kurzen Sequenzen.  Warum?

  • Longieren ist eine hohe Konzentrationsleistung für beide Teilnehmer
  • Der Hund ist es nicht gewohnt, dass sein Mensch so still (akustisch) und dennoch so intensiv (körperlich) kommuniziert
  • Der Mensch muss seinen Hund extrem gut beobachten, ohne ihn anzustarren


5 bis 10 Minuten sind genug, eine Pause darf aber erst auf ein korrektes Verhalten erfolgen, d.h. lieber kürzer und positiv, als lange und dann zu keinem Ende finden


Hilfsmittel
Absperrband, Pfosten/Zeltheringe, Pylonen, Wurst/Käse, Bauchtasche


Was ist Detachieren?

  • Zielgerichtetes schicken des Hundes auf Distanz
  • Ähnlich wie beim Longieren müssen Hund und Halter gut „zusammenarbeiten“
  • Die Zweibeiner sind es gewohnt mit einem Hilfsmittel (meistens der Leine) auf einen Hund einzuwirken, davon muss er sich beim Detachieren lösen

 


Der Mensch

  • Der Hund muss auch dann agieren, auch wenn er außerhalb des mechanischen Einwirkungsbereiches des Menschen ist


Aufbau

  • Der Hund muss möglichst viel gefördert und so wenig wie möglich gehemmt werden
  • Der Zweibeiner sollte seine Körpersprache und die Stimme möglichst synchron einsetzen, um Missverständnisse zu vermeiden
  • Begonnen wird mit dem Vorausschicken zu einem Gegenstand, dies sieht relativ einfach aus, ist aber für viele schon schwer, weil sich viele Hunde nicht lösen können
  • Zuviel Aufmunterung beim Vorauslaufen, wird den Hund ermutigen zu uns zurückzukehren
  • Das Ziel (auf das der Hund geschickt wird), muss immer was positives für den Hund sein
  • Der Hund bleibt liegen, während der Mensch das Ziel bestimmt (auslegt oder dem Hund zeigt)
  • Damit es der Hund zu Beginn einfacher hat werden erhöhte Ziele genommen



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